Posts by ZX550A

    Gibt spätestens beim nächsten TÜV-Termin richtig Ärger. Illegale Leuchtmittel sind ein schwerwiegender Mangel.

    Kein Standlicht ist kein schwerwiegender Mangel - hat meine XT350 seit 20 jahren nicht wegen der schwachen Lichtmaschine. ABER: Bei den "Scheinwerfern" sollte man in der Tat die Finger von nicht-zugelassenen LEDs dringend lassen!

    Die Osram LEDs haben aber ein so schönen Blauton, dass die herrlich mit den gelblichen Hauptscheinwerfern kontrastieren und die Sichtbarkeit deutlich erhöhen - neben der Energieersparnis von 1W gegen 5W. Übrigens war ich auch schon beim TÜV damit - ohne Mängel :P

    Die Stand-/Begrenzungs-lichter auf Osram LED umrüsten und dann Plus von da nehmen. Hab ich zwei USB Dosen dran - schnelladen mit 20W geht gut!

    Lötverbinder oder Friemeln musste trotzdem, aber dann immer am Besten da, woselbst der Mitverbraucher nicht "lebenskritisch" ist...

    Du hattest oben geschrieben, dass eine "Gasgriff-Drossel" vom Vorbesitzer verbaut wurde.

    Wurde da wirklich "nur" am Gasgriff gebastelt? Oder hat die Drossel den Anschlag der Drosselklappe limitiert?


    Ich frag so doof, weil evtl. ist auch nur das Spiel zwischen den beiden Gaszügen zu klein?


    Wenn der griff "zurückschnappt" ist da nix "verhakt" oder "klemmt". Bliebe nur noch das Spiel der Gaszüge zueinander.

    Ebenso: Das Spiel ("Leergang") des Gasgriffs ist gross genug? Weil:


    Vorderrad in eine Richtung gedreht (auf´m Ständer) - ich weiss nur nicht mehr auswendig ob nach links oder nach rechts das Spiel am Gasgriff grösser wird - könnte sein, dass Du mit Lenker geradeaus auf´m Mopped sitzend noch Spannung auf den Zügen hast und wenn nach linke oder rechts eingeschlagen ist und Du im Stand testest, dann nicht mehr... oder so, you know what I mean.

    Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht :-)

    Versteh ich das richtig? Wenn Du den Gasgriff aktiv schließt, dann ist alles bestens. Nur wenn Du den teilweise geöffneten Gasgriff einfach loslässt, bleibt die Drehzahl bei 5.000 U/min und geht - wenn überhaupt - nur langsam Richtung Leerlauf?


    Dann wird was "haken". Das kann jetzt im Gasgriff sein oder im Seilzug oder eben bei der Drosselklappensteuerung.

    Da ist recht unwahrscheinlich, dass etwas "kaputt" ist - ich vermute entweder hat ein Zug einen Knick oder die der Gasgriff selber ist irgendwie schwergängig.


    Letzteres kann man mit "Motor aus" einfach testen: Wenn Du den Gasgriff loslässt, muss der flottki zurückschnappen. Nicht langsam sondern schon knackig.

    Tut er dsa nicht - siehe oben, Gasgriff-mechanik oder Seilzug.


    Könnte theoretisch auch eine Drosselklappe verstellt sein, so dass die durch Federdruck nicht mehr ganz zurückgeht und nur mit "sanfter Gewalt" durch den desmodromischen Seilzug (auch beim Schliessen wird manuell nicht nur die Federkraft freigegeben sondern der 2. Gaszug schliesst mit exakt der gleichen Kraft die Drosselklappen beim zudrehen als sie beim Aufziehen geöffnet werden. Desmodromische Drosselklappen-Betätigung, wenn das "Gasgebe-Gasseil" reisst, kann man trotzdem noch mit dem "Gaswegnehm-Gasseil" sicher Gas zumachen). Ein aufgedröselter und gerissener Zug könnte sonst den Bowdenzug blockieren und Gas wegnehmen vereiteln, wenn nur Federkraft das Schließen unterstützen würde.


    Anyway, bevor das Mopped zerrupft wird, kuck mal ob evtl. das linke Ende des Gasgriffs an der Gasseil-Armatur schleifft. die Gasseil-Armatur kann man durch Lösen der Schrauben liecht nach links versetzen, so dass nichts mehr wetzt. Maybe you´re lucky!


    Plan B dann die Gasgriff-Armatur mal aufmachen und kucken, ob evtl. Korrosion das Schliessen der Drosselklappe vereitelt. Angerosteter Seilzug z.B.. Sollte zwar nicht vorkommen, ist aber gleich gecheckt, bevor Du Tank und Airbox runterrupfst.


    Und eben auch kucken, ob die Gaszüge ungeknickt und nicht-verklemmt unter´m Tank bzw. in den Lenkervorbau verschwinden. Mehr sieht man dann eh erst nach Tank und Airbox-demontage.

    Alte Regel bei ABS-gebremsten Moppeds: Originalbeläge!

    Es sei denn, Tests hätten spezifisch anderes ergeben.

    Was ich mir bei der FZ8 aber nicht vorstellen kann: Die Bremsen wurden unisono und über Jahre hinweg bei jedem Test immer nur gelobt!

    Dass da ein Nachrüster etwas besser machen kann, halte ich für unwahrscheinlich!


    Sintermetall geht mit deutlich höherem Scheibenverschleiss einher - zusammen mit den guten Erfahrungen auf der Langstrecke würde ich immer nur Original nehmen! Die sind zwar nicht billig, aber über die Lebensdauer der Beläge gerechnet ist das völlig vernachlässigbar! Eine einzelne Tankfüllung ist ja schon fast teurer in der Differenz!

    An den Einspritzventilen müssen irgendwas um 3 bar anliegen - Also nur weil das Benzin kommt, heisst das noch lange nicht, dass das auch so reicht.

    Müsste man aber den Benzindruck messen. Das wäre moch die letzte Option, v.a. weil nach der Ausbauarie oben das Ding ja lief.

    Da haste die Tankschmotze möglicherweise weggeschubst und kaum steht die Hütte wieder, sinkt der Dreck nach unten und verstopft "irgendwas"....


    Sonst Werkstatt - das werden wir aus der Ferne nicht mehr lösen......

    Wir haben ja "elektronisches Gas" - soll heissen, der ECU muss ja jemand sagen "jetzt mehr einspritzen" wenn am Griff gedreht wird.

    Das macht der Drosselklappensensor: Ich würde mal die ganze Kabelage und Anschlüsse der Komponenten unter´m Tank zumindest mal augenscheinlich prüfen.

    Die Komponenten kann man bestimmt auch durchmessen laut einem Handbuch.


    Alle Stecker mal abziehen und mit prüfendem Auge auf offensichtliche Korrosion checken. Wenn der Drosselklappensensor der ECU nicht sagt, dass sich die Klappe bewegt, wird die Hütte sofort viel zu mager und geht aus!


    Aber sowas geht eigentlich nicht kaputt, wenn überhaupt kommt da eher Strom und/oder Information nicht da an, wo sie hinmuss

    Übrigens auch die ECU Stecker im vorderen Rahmendreieck beim Lenkkopf.


    Versuch macht kluch und kostet erstmal nix!

    Wenn da nicht zum Erfolg führt wirste um einen Werkstattaufenthalt nicht umhin kommen.....

    Herzlich Willkommen. Gut, Fuhrerschein machen ist/war grade doof, Moppedfahren ist aber extrem genial.

    Wenn´s rein um´s Moppedfahren ginge, könnt´ gerne das ganze Jahr Lockdown sein :-)


    Direkteinstieg "unbegrenzt" oder auf 34/48 PS gedrosselt?

    Da is Grundierung und Füller weg. "Schnell" wird da eher nix mehr gehen. Silbermetallic auf schwarzem Plastik braucht zwingend weisse/helle Grundierung, sonst wird das nix.


    Abkleben, schleifen, füllen, grundieren und dann Lack drauf. Biste sicher 3h beschäftigt und hinterher brauchste eine Poliermaschine und entsprechende Polituren damit man´s fast (!) nicht mehr sieht.


    Da gibt´s reichlich Youtube Videos, die einem das zeigen, wie das geht. Grundsätzlich kann das mit den Spraydosen schon funktionieren aber nen guten Fuffi biste auch gleich los für die diversen Dosen und Lackstifte- vorausgesetzt Poliermaschine und Polier-Pads als auch Polituren sind vorhanden.


    Ohne die Maschine(n) hau ein Ei drüber und fahr zu jemand, der sich damit auskennt. Schrammen sind ehrlich erworbene Zeichnungen des Alters, verpfuschte Reparaturversuche peinlich :-) Das ist wie die 80 jährige beim Schönheitschirurgen like Donatella Versace (nicht googlen, das Frühstück kommt sonst wieder....).


    Schätze 200-300 Euro wird der Spass sauber repariert schon kosten.


    Haste die Leiter selber dagegengedengelt oder kannste jemand anders dafür haften lassen?

    Oh schön! Ein Ölthread :-)


    Grundsätzlich ist jedes Öl, das die Freigabe(n) erfüllt geeignet. Grundsätzlich.

    Ebenso grundsätzlich sind die Anforderungen an ein Motoröl im Mopped doch leicht anders als im Automobil durch das mitversorgte Getriebe und die damit einhergehenden völlig anderen Belastungen als durch Kurbel- und Ventiltrieb oder Kolbenschmierung mit Wärmeableitungsfunktion.


    Ein Getriebe macht starke Scherbelastung auf den Schmierstoff und das muss das Öl erstmal abkönnen.


    Dann hat Yamaha auch noch relativ lange Wechselintervalle festgelegt (12 (?) tkm)


    Entscheidend ist aber eher was anderes - nämlich die Ölzusammensetzung.

    Es gibt mehrere chemisch völlig unterschiedliche Wege ein Motoröl zu basteln.


    - Original destillierte Dinosauriersuppe - oder auch "mineralisches Öl" genannt (Base Stock I + II) --> wechselnde Viskosität des Grundöls, Siedeschwänze im Öl mit höherer Verdampfungsneigung, weniger temperaturresistent, muss mit reichlich Additiven "aufgepeppt" werden für moderne Anforderungen. Gut für ältere Mobilsemester wegen relativ hoher Grundviskositäten und damit geringer Dichtungsbelastung und Ölverlustneigung.


    - Synthetische Motoröle auf HC Basis (HC = Hydrocrack: Gecrackte (in kleine "Baugruppen zerlegt) und neu zusammengesetzte Dinosauriersuppe (synthetisch eben, NICHT aber VOLLsynthetisch) (Base Stock III) --> Besser als Dinosuppe in jeder Hinsicht, sauberer und weniger Verdampfung aber immer noch höherer Additivbedarf für hohe Anforderungen. Viele Viskositätsverbesserer nötig!


    - VOLLsynthetische Motoröle: Bestehend aus einem PAO (Poly-Alpha-Olefin) Grundöl (Base Stock IV) und davon möglichst 100% --> Öl wird "designed"! Gibt unterschiedliche Grund-PAÖ Öle mit unterschiedlichsten Viskositäten. Kann damit einem 10W-40 Öl ein grundöl geben, das eben vielleicht schon 10W-35 entspräche und muss nur noch weniger Additive beimischen um die angestrebte Viskosität zu erreichen. Sehr temperaturfest, wenige verdampfungsneigung und generell durch vollständige Synthese sehr rein und arm an ablagerungsanfälligen Verunreinigungen. PAO-Öle haften per se nicht an Metall! Das ist ein Nachteil, der durch Additivierung ausgeglichen werden muss!


    - Esterbasierte Motoröle (Base Stock V): Geniale Schmierwirkung und höchstbelastbarer Schmierfilm aber wenig Oxidationsstabilität und damit schneller Alterung. Meistens nur zu anderen Ölen zulegiert oder reines Rennöl! Wenig Praxistauglich und "Ester" auf der Flasche ist nicht notwendigerweise für unseren Einsatzbereich ein nennenswertes Qualitätsmerkmal.


    Für unsere Zwecke sind an sich die PAO basierten Öle am sinnvollsten. Die Viskositätsverbesserer der anderen Öltechnologien werden durch das angeschlossene Getriebe relativ schnell "zermalmt". Diese VI Verbesserer sind nichts anderes als mikrofeine Polymerfäden, die in "kaltem" Zustand als Knöuel vorliegen und sich mit steigender Temperatur "entknäueln" und dann als mehr oder weniger gerader Faden die Viskosität des heissen Motoröls verbessern bzw. erhöhen. Diese werden zwischen den Getrieberädern zerrieben und immer feiner und keiner gemacht und damit können sie ihrer Aufgabe der Viskositätserhöhung immer weniger nachkommen. Nach ein paar tausend km ist da schnell aus einem 10W-40 ein 10W-30 oder gar 10W-25 geworden. Dazu die unvermeidbare Benzinverdünnung und schon wird die Suppe dünn.


    Und schmiert dann doch noch ausreichend und wir machen uns da wahrscheinlich viel zu viele Mützen drüber...


    Ich schütt in meine Moppeds, Autos, Rasenmäher, whatever ein "Meguin megol Motorenoel Super Leichtlauf Driver 0W-40" rein, absolut baugleich mit dem LiquiMoly gleicher Viskosität (gehören zusammen):


    Ist ein PAO Öl und die Analyse ist hier https://oil-club.de/index.php?…-leichtlauf-driver-0w-40/ zu finden.


    Günstig und gut und universell verwendbar. Kauf da gleich immer den 20L Kanister und für 5€ pro Liter konkurrenzlos günstig im Vergleich.


    Wen die ganze Chemiearie hinter dem Motoröl interessiert, hier gibt´s die Hintergrundinfos zu den Base Stocks und und Co: https://www.exxonmobil.com/en/basestocks/products


    Und nein. ich arbeite nicht für die Industrie (könnte nicht weiter davon entfernt sein) nur haben mich die regelmässig auftretenden Ölthreads irgendwann mal dazu genötigt, ausreichend Wissen für eine eigene Meinung aufzubauen :-)

    Und nirgendwo wird mehr mit der Wahrheit gespielt als bei Motorölen....

    Jetzt muss ich mich auch noch an der Diskussion beteiligen, weil ich grade aus Bella Italia zurück bin und mein Weltbild dortselbst südlich des Alpenhauptkamms auf den Kopf gestellt wurde.

    Vorweg: Ich habe ich früher schon Original-Auspuffanlagen an Moppeds ersetzt, weil sie mir zu laut waren, mithin ist beim Erwerb einer solchen Anlage der Lärmpegel neben der Leistung wesentliches Kriterium.


    Dass viel Leistung zwangsweise mit viel Lärm einhergehen muss, ist ein Märchen! Laut ist nicht zwingend schnell und performant schon gleich gar nicht.


    Zurück zu Bella Italia: Die Italiener haben anscheinend substantiell niedrigere Lärmgrenzwerte als unsereins. Sowas von angenehme Moppetten, deren Treiber gleichwohl nicht an Drehzahl sparen (man IST in Italien!) aber niemals so aufdringlich-brülltütig wie bei uns!

    Allerdings hab ich in 2 Wochen nur ein einziges Mal einen "Cruiser" oder "Caferacer" gesehen, der lärmend seinen Erektionsmangel kompensieren musste. Bei uns zu Hause im Sommer gefühlt alle 10 Minuten!


    Interessanterweise waren das alles die neueren Baujahre - die älteren Mopped-Semester waren akustisch so aufwändig wie bei uns, aber die neueren (gefühlt < 5 Jahre) kein Vergleich.


    Aber nicht. dass der "Sound" an sich gelitten hätte. Mitnichten! Der Sound war klasse, nur einfach 10 dB leiser - und damit signifikant angenehmer.


    Übrigens sind anscheinend auch die automobilen Klappenauspuffe in I unzulässig. Kein einziger in den letzten 2 Wochen ist negativ aufgefallen.


    Mithin ist das mit dem Lärm ein hausgemachtes Problem. Da haben anscheiend unsere ahnungslosen Polit-plinsen den Bückling vor irgendwelchen Herstellern gemacht. Und abkriegen tut´s jetzt der Betreiber des Geräts und genau die Fraktionen, die´s vorher erlaubt haben, schreien jetzt nach Verbot! What a bunch of idiots!


    Ergebnis: Wenn mal wieder ein neuer Auspuff fällig ist, kauf ICH den in Italien. Nicht nur, dass der wahrscheinlich billiger ist, einfach deutlich leiser und dank EU in .de auch legal!

    Nachtrag: 400km drin. Deckel is dicht (die neue Dichtung is aber auch da...).

    Rotor unauffällig - obgleich ich das Gefühl hab, dass bei niedrigen Drehzahlen vielleicht doch ein oder zwei zehntel Volt mehr anliegen.... Aber das Gefühl kann trügen, jedenfalls nicht schlechter als der originale Rotor.

    Vermutlch wurde das Sekundärluftsystem neu eingestellt.

    Kann man via WHB am Tacho machen. Aber wie genau musste selber rauskriegen. ich hab einen BoosterPlug verbaut damit das NICHT mehr so im Endtopf bollert....

    Tut dem Endtopf nämlich nicht gut und den Umstehenden geht´s auf´n Sack....

    Ok.danke für die ausführliche Beschreibung...und das Stecken des neuen Rotors ging problemlos ? Bei einigen Videos habe ich gesehen, das die teilweise ganz schön Mühe hatten die "Zahnräder" einzufädeln.

    Das ging erstaunlich problemlos. Beim 2. Ansetzen war alles drin. der Sitz im hinteren Lager ist naturgemäss relativ eng. Wenig kraft und keine Gewalt und das geht mit "Händedruck" und keinesfalls mit vorne draufkloppen....

    Melde Vollzug: Rotor eingebaut.


    Motorrad-suboptimales Wetter gestern Abend und da hab ich mir gedacht: "Scheiß drauf, dass die neue Dichtung erst übermorgen kommt, das Ding bauste jetzt ein!"


    Gesägt, getan: Relevante Seiten aus dem WHB ausgedruckt und an´s Gerät.


    Schrauben gelockert, mit einem kleinen Gummihämmerchen einmal rundum den Deckel beklöpfelt, Schrauben raus und ein kleiner Zug mit dem Schraubenzieher (Elektro!) an den Hebelpunkten und der Deckel war lose.


    Anmerkung: Oben und unten (unten ist die Passhülse) daneben sind kleine "Tabs" an denen man den Schraubenzieher schön ansetzen kann um den Deckel losezuhebeln. Wenn man einen Elektroschraubenzieher mit isoliertem Schaft verwendet, verkratzt man sich auch nicht die Nachbardeckel. Sehr komfortabel.

    Und wenn man aufpasst und nicht MIT sondern NEBEN der Papierdichtung hebelt, bleibt auch die Dichtung ganz. Dazu später mehr...


    Die fette 10er Inbus Zentralmutter rausschrauben und vorher reichlich Lappen unterlegen, da kommen 2 Schnapsgläser Motoröl mit raus. Durch die Zentralmutter mit Schraubenzieher gegen der Rotor drücken beim Anbehmen des Deckels. Das ist etwas fummelig, weil die Magneten das Ganze natürlich wieder zusammenziehem wollen. Parallel aber der Rotor drinbleiben soll, damit nix runterfällt. Man wünscht sich 4 Hände, dann ging´s einfacher. Haben aber nur 2 und irgendwie geht´s dann doch.


    Den Deckel samt Stator links baumeln lassen vorsichtig, der hängt da einfach rum. Den Rotor rausnehmen: Hinten drauf müssen eine dicke Scheibe und eine Lagerbuchse sein. Scheibe innen, Buchse danach aufgesteckt. Dass die beim Ausbau in die Ölwanne fallen ist relativ unwahrscheinlich. Da müsste man schon sehr anreissen, dass die so weit fliegen. Schwimmt ja alles in Öl, wenn, dann liegen die da einfach drin. Bei mir blieb alles dran.


    Mein Rotor sah wunderbar aus. Keiner der Magneten war bei Schraubenzieherversuchen lose oder konnte abgehoben werden.

    Nachdem ich mir das so angesehen hab, könnt ich mir nur vorstellen, dass sich das ganze mit Einklemmen eines Fremdkörpers ODER durch zu grosses Lagerspiel zum Drama auswächst. Durch die Fliehkraft müssten die Magneten so an die Rotor-Innenseite gepresst werden, das kann sich eigentlich in 1000 kalten Windern nicht lockern. Nur wenn das Lagerspiel so gross wird, dass die Magnete (0.2mm Luftspalt!) mal eine Statorspule berühren, DANN könnte die Kacke dampfen.


    Eigentlich müsste man eher das Lagerspiel prüfen als den Rotor tauschen..... Eine Erkenntnis des Abends!


    Denn wenn das Lagerspiel so gross ist, dass die Magneten da fröhlich gegen die Statorspulen dengeln, muss man eh die Komplett-LiMa tauschen und die Ursache des Lagerspiels bleibt im Dunkeln. Aber ich verwette da alles drauf!


    Da ist ja auch der Anlasserfreilauf auf der ganzen Rotorkonstruktion. Was - nebenbei bemerkt - schön gelöst wurde. Aber natürlich damit der Anlasser heftig asymmetrische Belastung auf das LiMa-Lager macht. Der Anlasserfreilauf sitzt auch noch auf einer Gleitlagerbuchse und ist druckölgeschmiert. Auch das kann da zu aussermittiger Belastung und im langzeitigen Gefolge dessen zu vergrössertem Lagerspiel führen. Die LiMa-Lager sind zumindest auf den ersten Blick jetzt definitiv nicht überdimensioniert. Di Drehzahl der LiMa berücksichtigend noch weniger!


    Wäre mal interessant ob man die zerdengelten LiMas mit häufig kurzstreckenbetriebenen Moppeds (und dadurch häufigem Anlasserbetrieb) korrelieren kann?


    OK, lange Rede, kurzer Sinn: Den neuen Rotor ALLERPENIBELST von Bearbeitungsrückständen gereinigt: Erst kräftig mit Bremsenreiniger ausgespritzt (da blieben doch einige nenneswerte Späne von der Bearbeitung an den Magneten hängen und im Gefolge mit Druckluft ausgeblasen. Mit den Fingern die Spanreste abfriemeln zwingend erforderlich!


    Danach den Freilauf umgesteckt (das geht etwas strenger als beim Original, die Mitnehmerstege am neuen Rotorkörper sind dicker!) und danach die Lagerbuchse ebenfalls umgesteckt (DAS war etwas gedönsig, die Welle am neuen Rotorkörper is wohl´n Tausendstel dicker. Da muss man SEHR GENAU ansetzen und keinerlei Gewalt anwenden sonst verkantet sich die. Ich hoffe mal, die ist nicht zu eng....

    Scheibe und Buchse hinten drauf und rein in die Marie, also das Mopped.


    Ich hab das alles auf´m Seitenständer gemacht. Das ging ganz gut.


    Rotor ganz (!) reingesteckt und dann bei der Dichtungskontrolle festgestellt, dass ich unten bei der Passhülse beim (sanften!) Aufhebeln des Deckels die Papierdichtung eingerissen hatte. Einige Flüche später und im Gefolge einer Nachdenk-Zigarette (auf die neue Dichtung warten, draufschrauben und hoffen oder Dichtung flicken mit Dichtungsmasse?) habe ich mich zu letzterem entschieden. Wenn schon Junk-repair, dann rchtig!


    Mit Dichtungsmasse den Riss "gekittet" und druff das Deckelsche.


    M6 Schrauben mit 12NM und M8 Schrauben mit 22 NM laut WHB in 3 Schritten jeweils über Kreuz mit DrehMo-Schlüssel festgezogen )erst M8, die haben hinten auch Passhülsen-Charakter. Zentralmutter wieder rein und fertig war die Laube.


    Nebenbemerkung: Der spannungsfreie und präzise Sitz des Deckels ist wichtig! Immerhin hängt da der Stator dran und der Luftspalt ist mit den üblichen 0,2mm jetzt nocht so tolerant gegen schiefes Aufsetzen des Deckels!


    Starten und 2 Minuten mit Gas spielen im Leerlauf (es hatte geregnet gestern Abend, deshalb hatte ich keine Lust zu fahren) zeigen auf dem Voltmeter absolut identische Spannungen zum Originalrotor. Keine unbotmässigen Geräusche und zumindest hat´s nicht von Anfang an schon aus dem Deckel mit der Morschdichtung getropft. Was nicht heissen soll, dass bei nächster Gelegenheit nach Eintreffen der Neudichtung diese auch verbaut wird. Aber ich hätt´s gerne erst in der ausser-saisonalen Zeit gemacht.


    Voilá - ein neuer Rotor. Ausprobiert wird erst nach Wetterbesserung morgen Abend.

    Der Rotor is heute eingetrudelt. Werd ich mal am WE einbauen.


    Dass sich Yamaha da eher bedeckt hält wundert mich jetzt nicht. Hätte nix anderes erwartet....

    So, Ihr Kameraden. Jetzt hab Ihr´s geschafft und mich so wuschig gemacht, dass ich den verkackten Rotor bestellt hab.

    Meine ist ja auch Modelljahr 2012 und auf Kulanz von Yamaha nach 8 Jahren würde ich jetzt nicht hoffen.


    Haben wir eigentlich einen Juristen hier?

    Das Zerplatzen des Rotors führt zu kaputtem Motor. Wenn ich aus meinem abgebrochenen Jurastudium noch die letzten Reste aus verrotteten Gehirnwindungen rauskrame, dann handelt es sich doch beim anschliessenden Motorschaden um einen klassischen Mangelfolgeschaden.

    Für den ist relevant, dass er zum Zeitpunkt des Eigentumsübergangs bereits vorhanden war (schlechtes Epoxy, war vorhanden der Mangel).

    Damit wird unabhängig von Garantieansprüchen die Folge des Mangels (Motorschaden) als schadenersatzpflichtiger Mangelfolgeschaden einklagbar.

    Nur den kaputten LiMa-Rotor, den gibt´s nicht neu, weil dessen Garantie war abgelaufen. Aber den würde man ja dann gerne bezahlen, wenn Yamaha den Motor neu machen muss.

    Nachweis über schlecht verklebte Magneten gibt´s ja Zuhauf in den einschlägigen Foren. Also abgebrochen-schmalspurjuristisch könnte man da Yamaha schon an den Karren fahren... Muss man halt Rechtsschutz haben und die Yamsemänner mal vor den Kadi zerren... wenn meine Erinnerungen nicht totaler Tinnef sind. Wozu man wieder einen Juristen bräuchte.

    Aber normalerweise kann man doch keine tote Katze über´m Kopf schwingen ohne einen Juristen zu treffen! Los, raus aus der Deckung! :-)


    Den Rotor gibt´s in Europa übrigens - https://www.rmstator-europe.com - mit schneller Fracht via DHL 264 Euro tutti kompletto. Erspart einem die Zoll-Arie bei Order aus USA. Ich werde berichten wenner da und eingebaut ist.

    Haste da hinten mal Essen transportiert? Oder einen Müsliriegel o.ä. drin vergessen?

    Mäuse "verscheuchen" kannste wohl eher vergessen. Besser Mausefalle(n) aufstellen und das Heckabteil evtl. mit einem Schuß Deospray "unwirtlich" machen.

    Letzteres muss ich regelmässig im Motorraum meines Automobils tun, dass sich der örtliche Marder nicht einnistet.


    Alle "strengen" Gerüche mögen die Viecher nicht. Was die Wahl der Geschmacksrichtung des Deosprays angeht, Richtung "asiatischer Männerpuff" vom ALDI hat bei meinem Marder immer geholfen. Das war ihm wohl zu viel. Ist aber auch echt lästig, wenn das blöde Vieh immer die Schläuche der Ladergeometrie-Steuerung annagt. Das merkste erst 2km weiter, wenn das erste mal mit diesen Scheiss-30iger Zonen überall der Lader in Wallung kommen soll.


    Naja, viel Glück - aber wenn das Mopped jetzt nicht direkt neben einem grosses Brennholz-Stoss in heimeliger Holzschuppen-Atmosphäre steht, kann man das vielleicht auch unter "einmaligem Vorgang" abhaken :-)