Gangwechsel bei hohen Drehzahlen

  • Hallo Leute,
    Ich hoffe ihr seid alle gute in die neue Saison gestartet. Ich habe das Wochenende genutzt um mein Schätzchen aus dem Winterschlaf zu wecken. Die erste Runde hat wie immer den größten Spaß bereitet.


    Habe leider mit dem Getriebe hin und wieder Probleme. Bei hohen Drehzahlen (ab ca. 7000-8000) kann ich nicht mehr richtig hochschalten. Bekomme den Gang nicht rein. Muss erst wieder Last zurücknehmen damit der Gang reingeht. Das nervt mich einfach nur total ab. Gerade bei durchbeschleunigen... X( Kann auch sein, dass unter hoher Last meine Kupplung nicht sauber trennt. Bin echt etwas ratlos. Hab die Maschine neu geholt und jetzt 2000km drauf. Das sollte doch eigentlich nicht sein, oder? Wollte mal nachfragen ob der eine oder andere auch dieses Problem hat oder hatte. Bevor ich beim Händler auf der Matte stehe und auf Garantie poche wollte ich mich erst versichern was das sein könnte oder ob es unter Umständen normal ist, bzw. sich später gibt..


    Wie sind eure Erfahrungen diesbezüglich?

  • Die Probleme kenne ich überhaupt nicht. Wobei ich beim hochschalten ohnehin nicht kupple - ganz kurz das Gas etwas zurückdrehen, Ganghebel antippen, wieder Vollgas. Klappt in allen Drehzahlbereichen.

  • Muss erst wieder Last zurücknehmen damit der Gang reingeht.




    Das muss man nun leider mal beim raufschalten. Wenn Du bisher bei hohen Drehzahlen ohne Lastverringerung geschaltet hast, dann könnte das Getriebe was abbekommen haben.


    "Kann auch sein, dass unter hoher Last meine Kupplung nicht sauber trennt." - Sicher nicht. Je höher die Last, desto leichter trennt die Kupplung. Und wie Axel schon schreibt. Beim Raufschalten muss die Kupplung gar nicht trennen. Last weg, Schalthebel betätigen, Last drauf, fertig!


    Evtl. denkst Du mal über die Nachrüstung eines Schaltautomaten nach. Der sorgt automatisch durch ein kurzes Unterbrechen der Zündung für eine Lastreduktion.

    LG
    Hans


    Sobald Du auf dem Moped sitzt, immer mit der Unachtsamkeit anderer rechnen, denn


    Jede Jeck is anders!
    („Jeder Narr ist anders!“)
    Übe Toleranz und Nachsicht dem anderen gegenüber, im Wissen um die eigene Unvollkommenheit.

  • Also ich hab schon mehrere Motorräder gehabt und das ist die erste die sich nicht sauber schalten lässt. Natürlich nehme ich beim schalten die Last weg. Gas weg und Kupplung. Trotzdem will der Gang nicht rein. Ich befürchte das ist was faul

  • Ok, das klingt schon anders...Deine Fehlerbeschreibung las sich so.


    Und das Du ein Ingenieurstudium absolviert hast (like me ;-) ), sehe ich erst jetzt. Das erübrigt natürlich den Hinweis auf das lastfreie Schalten.


    Also wenn die Gänge nicht sauber reinwollen, ob bei geringer oder hoher Drehzahl, dann ist in der Tat was faul. Ein schlecht trennende Kupplung würde ich allerdings nach wie vor ausschließen. Ich schalte häufig ohne Kupplung hoch und die Gänge gehen rein, wie geschmiert.


    Keine Idee, was das sein könnte. Es könnten die Schaltgabeln verschlissen sein, was ich aber nach so geringer Laufleitung nahezu ausschließe.

    LG
    Hans


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  • Das Yamaha nicht gerade bekannt ist, gute Getriebe zu bauen war mir bekannt. Aber das es so schlimm ist hätte ich nie gedacht. Habe mal eine R6 Probegefahren, die war genauso schlimm, total knochig das Schalten.. Kein Vergleich zu Honda!! Da geht das Schalten butterweich. Aber damit kann ich leben. Womit ich nicht leben kann, ist dass die Gänge nicht rein wollen. Werde wohl mal beim Händler vorfahren und in Erfahrung bringen was man da tun kann.

  • Da scheint irgend was nicht zu passen hatte bei meiner nie Probleme damit über 50000 km hat sich immer butterweich schalten lassen egal bei welcher Gangart und Drehzahl


    Dlzg Michael

  • sollche Probleme hatte ich am Anfang auch! Bis die erste Inspektion (1000km) fällig war. Danach wollte ein Gang zwar ab und zu nicht rein aber mitlterweile habe ich keine Probleme damit, egal welche Drehzahl!


    Hab mein Moped damals auch neu geholt und die Problematik damals beim Händler angesprochen, was mit "ist normal am Anfang!?" nicht weiter behandelt wurde...

  • Hatte anfangs auch Probleme beim Schalten, egal bei welcher Drehzahl. Hatte mal irgendwo gelesen, dass es am Öl liegen kann...Hab demnach das Öl getauscht und seitdem schaltet sie einwandfrei.

  • Ist das Schaltgestänge richtig eingestellt? Sowohl an der Schaltwelle als auch am Pedal muss der Winkel jeweils möglichst genau 90 Grad betragen.
    Die Verstellmöglichkeit an der Schaltstange ist nicht dazu gedacht, das Pedal in der Höhe zu verstellen.

  • Ich würde mal das Öl tauschen,
    ev. ist da noch ein Rest Einfahröl drin...










    .

  • Also das mit dem Schaltgestänge ist ein guter Tipp, das werde ich mal prüfen. Danke Axel für den Hinweis.
    Das Öl wurde bei der 1000er Insp. getauscht, daher denke ich davon kann es nicht kommen.


    Als die Maschine ganz neu war, war das Schalten eine Katastrophe, rauf wie runter ;-( Das hat sich mit der Zeit etwas gebessert. Seit dem Ölwechsel läuft es etwas besser.


    Mir ist schon klar, dass der Händler mich wieder Heim schickt, mit der Aussage: "das ist völlig normal, das gibt sich". Ich finde die Situation jedoch inakzeptabel. Ein schlecht schaltendes Getriebe kauft man bei Yamaha eben gleich mit, dass war mir immer bewusst. Das heißt jedoch nicht, dass ich ein Getriebe kaufe, das nicht funktioniert. Nun ist es eben so, dass die FZ8 bauartbedingt erst ab 7000/min. richtig Spaß macht. Wenn man dann nicht rauf schalten kann, ist das für mich ein No-Go!

  • Hallo erstmal. Bei meiner FZ8 war es am Anfang auch so, dass sie sich schlecht schalten ließ. Nach dem 1000er Kundendienst mit Ölwechsel war es dann viel besser. Erklärung vom Mechaniker: Die Kupplungsbeläge werden zu Anfang eingefettet. Manchmal ist es zu viel Fett, so dass sich das dann im Öl rumtreibt. Dadurch wird dass Öl zu dick und die Kupplung trennt nicht richtig. Deswegen ist der 1000er Kundendienst auch mit sehr wichtig beim Motorrad.Und noch was. Von einem richtig eingestelltem Kupplungsspiel am Kupplungshebel brauch ich ja nichts erzählen, oder? Im Rückblick meiner bisherigen Motorräder ist es schon so, dass sich meine HONDA-Motorräder besser schalten ließen als die von YAMAHA.

  • Ist das Schaltgestänge richtig eingestellt? Sowohl an der Schaltwelle als auch am Pedal muss der Winkel jeweils möglichst genau 90 Grad betragen.
    Die Verstellmöglichkeit an der Schaltstange ist nicht dazu gedacht, das Pedal in der Höhe zu verstellen.


    Hallo Pae58


    Darf ich fragen wozu die Verstellmöglichkeit an der Schaltstange sonst dient, wenn nicht zum Verstellen des Gangschalthebels? Je nach Höhe eines Motorradstiefels kann es sehr Unterschiedlich sein. Wäre es da nicht besser gewesen YAMAHA hätte diese Verstellmöglichkeit weggelassen wenn der Winkel so wichtig ist?

  • Darf ich fragen wozu die Verstellmöglichkeit an der Schaltstange sonst dient, wenn nicht zum Verstellen des Gangschalthebels? Je nach Höhe eines Motorradstiefels kann es sehr Unterschiedlich sein. Wäre es da nicht besser gewesen YAMAHA hätte diese Verstellmöglichkeit weggelassen wenn der Winkel so wichtig ist?


    Bin ich der falsche Ansprechpartner. Im Werkstatthandbuch steht drin, dass die Schaltstange so einzustellen ist, dass an Schaltwelle und Pedal in Mittelstellung jeweils 90 Grad Winkel sind. Dies soll auch alle 10.000 km im Rahmen der Inspektion kontrolliert und ggfls. korrigiert werden. Yamaha wird sich schon was dabei gedacht haben.

  • Schaltwelle und Pedal in Mittelstellung jeweils 90 Grad Winkel sind


    Wie das Pedal steht, ist egal. Aber das Schaltwelle, bzw. der Umlenklenkhebel, der die Schaltwelle mit der Stange verbindet im 90 Gradwinkel stehen sollten ist schon ganz richtig und wichtig.

    LG
    Hans


    Sobald Du auf dem Moped sitzt, immer mit der Unachtsamkeit anderer rechnen, denn


    Jede Jeck is anders!
    („Jeder Narr ist anders!“)
    Übe Toleranz und Nachsicht dem anderen gegenüber, im Wissen um die eigene Unvollkommenheit.

  • Das erste Öl ist nur ein Einlauf Öl und hat gewollt fast keine Schmiereigenschaften
    damit sich die Teile einschleifen.
    Folglich ist auch das Schalten und Kuppeln sehr ruppig/unsauber.
    Wenn dann beim Wechseln nicht alles raus ist und kein gutes Öl genommen wurde,
    nimmt man es so war, wie du es beschrieben hast
    (richtig eingestellter Zug und Gestänge vorausgesetzt)...
    Ich würde noch mal auf ein besseres Öl (mit Freigabe) und Filter wechseln.
    Bei mir hat es fast 3000Km gedauert bis sich das Schalten besserte,
    es bleibt aber etwas knackiger wie bei der Konkurrenz.


    Gruß aus dem kalten Norden






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